Ein Ziel einrichten

Anleitung für den Tab „Senden“ der iOS-App · Stand: August 2026

Brauchst du überhaupt ein Ziel?

Wahrscheinlich nicht — und das ist keine Ausrede, sondern die ehrliche Antwort.

Ein Ziel ist eine Internetadresse, die deine Daten von selbst annimmt. Wir betreiben keine solche Adresse und geben dir keine: Die App hat keine Server, das ist Absicht. Du brauchst also etwas Eigenes.

Hast du das nicht, ist der Tab „Export“ dein Weg: Zeitraum wählen, „Tabelle erstellen“, fertig. Die Datei öffnest du in Excel, Numbers oder Google Sheets. Dafür brauchst du nichts weiter — kein Ziel, keine Adresse, keinen Schlüssel.

In zwei Minuten ausprobieren

Wenn du nur sehen willst, ob und was ankommt, brauchst du keinen Server:

  1. Öffne webhook.site. Die Seite zeigt dir sofort eine eigene Adresse („Your unique URL“).
  2. Kopiere sie und trag sie in der App unter Senden → Erstes Ziel anlegen ein. Name frei wählbar, die beiden Schlüsselfelder bleiben leer.
  3. Sichern, dann in der Liste auf „Jetzt senden“ tippen.
  4. Auf webhook.site erscheint die Sendung — du siehst genau, was die App schickt.

Wichtig: Das sind echte Gesundheitsdaten, und sie liegen dort für jeden lesbar, der die Adresse kennt. Nimm das zum Ausprobieren, nicht auf Dauer, und lösche das Ziel danach wieder.

Dauerhafte Ziele

Diese Wege nehmen einen einfachen JSON-POST entgegen, ohne dass du programmieren musst. Wir nennen sie als Beispiele, nicht als Empfehlung — prüfe selbst, ob sie zu dir passen.

Home Assistant

Der in dieser Nische häufigste Empfänger. Unter Einstellungen → Automationen & Szenen → Neue Automation einen Auslöser vom Typ Webhook anlegen; Home Assistant erzeugt dir daraus eine Adresse der Form /api/webhook/<kennung>. Kein Schlüssel nötig — die Kennung ist das Geheimnis.

Der übliche Stolperstein: Home Assistant ist ab Werk nur im eigenen WLAN erreichbar. Die App sendet aber auch, wenn du unterwegs bist — dann kommt nichts an. Du brauchst eine von außen erreichbare https://-Adresse.

n8n oder Node-RED

In n8n einen Webhook-Knoten anlegen, Methode POST, und die Produktions-Adresse verwenden — nicht die Test-Adresse, die gilt nur für einen einzelnen Lauf. In Node-RED einen http in-Knoten setzen und unbedingt einen http response-Knoten dahinterhängen: Fehlt der, antwortet niemand, und die App meldet nach 90 Sekunden „keine Antwort“.

Ein Automatisierungsdienst

Dienste wie Make.com nehmen mit einem „Custom Webhook“ eingehende Daten an — der einzige Weg ganz ohne eigenen Server. Dafür liegen deine Gesundheitsdaten dann bei einem fremden Anbieter, und wo dessen Server stehen, hängt vom Konto ab. Entscheide das bewusst. Bei Zapier und IFTTT kannst du dir die Suche sparen: Beide nehmen eingehende Webhooks nur in ihren Bezahltarifen an.

Ein eigener Server

Alles, was einen POST annimmt und mit 200 antwortet, ist ein gültiges Ziel. Zehn Zeilen genügen. Was ankommt, sieht so aus:

POST https://dein-server.at/health
Content-Type: application/json
X-Sender: export-health-data

{ "data": { "metrics": [
  { "name": "resting_heart_rate", "units": "bpm",
    "data": [ { "date": "2026-08-30 12:00:00 +0200", "qty": 52 } ] }
] } }

Der Kopf X-Sender sagt dir, dass die Sendung von dieser App stammt — nützlich, wenn mehrere Programme dieselbe Adresse beliefern.

Die drei Angaben in der App

Name — nur für dich. Er steht später in jeder Zeile des Protokolls.

Adresse — gibt dir dein Ziel vor. Vollständig einfügen, mit https:// am Anfang. Unverschlüsselte Adressen (http://) lässt iOS nicht zu; an eine solche käme nie etwas an, deshalb nimmt die App sie gar nicht erst an.

Zugangsschlüssel — nur, wenn dein Ziel einen verlangt. Dann nennt es dir beides: wie das Feld heißt und was hineingehört. Beide Felder gehören zusammen; ein Schlüssel ohne Feldnamen wird nicht mitgeschickt.

Wenn nichts ankommt

Zugestellt, aber 0 Werte. Gesendet wurde, dein Ziel hat bestätigt, der Umschlag war leer. Fast immer fehlt die Health-Freigabe — im Info-Tab unter „Datenquellen prüfen“ steht, was tatsächlich gelesen wird.

Adresse nicht erreichbar. Tippfehler, oder das Ziel ist nur im eigenen WLAN erreichbar, oder es ist gerade aus. Vergleich die Adresse Zeichen für Zeichen.

Zugang abgelehnt. Die Adresse stimmt, der Schlüssel nicht — oder das Feld für den Namen ist leer geblieben.

Adresse beim Ziel unbekannt. Der Server antwortet, unter diesem Pfad liegt aber nichts. Meist fehlt der hintere Teil der Adresse, oder es ist bei n8n die Test- statt der Produktions-Adresse.

Keine Antwort. Die Verbindung kam zustande, es kam nichts zurück — bei Node-RED fehlt dann meist der Antwort-Knoten.

Die App wiederholt bis zu sechs Mal, mit wachsendem Abstand von einer Minute bis zu sechs Stunden. Verloren ist dabei nichts: Jede Sendung enthält die letzten Tage, die Lücke füllt sich, sobald dein Ziel wieder antwortet.

Was wir nicht wissen können

„Zugestellt“ heißt: Dein Ziel hat den Empfang bestätigt. Ob es die Daten danach gespeichert, verstanden oder weggeworfen hat, sehen wir nicht — das steht in keiner Bestätigung. Und wir können vorher nicht prüfen, ob deine Adresse richtig ist. Das zeigt erst der erste echte Versand.

← Zur Startseite